- Flughäfen
- Windhoek Hosea Kutako (WDH), Walvis Bay (WVB)
- Flugzeit
- ca. 10 Stunden nonstop ab Frankfurt nach Windhoek
- Beste Reisezeit
- Mai bis Oktober
- Region
- Afrika
Namibia ist das Selbstfahrerland Afrikas und bei Deutschen besonders beliebt. Breite Schotterpisten, endlose Weite und Landschaften, die aussehen wie von einem anderen Planeten: die roten Dünen im Sossusvlei, die Nebelküste bei Swakopmund, die Felsen im Damaraland und die Tierwelt im Etosha-Nationalpark. Mit dem Geländewagen und Dachzelt bist du hier tagelang unterwegs, oft ohne ein anderes Auto zu sehen.
Dazu kommt ein vertrautes Gefühl: Es gibt einen Nachtflug ohne Umsteigen, kaum Jetlag, Deutsch wird vielerorts verstanden, und in Swakopmund stehen Häuser aus der Kolonialzeit. Hier liest du, welche Route sich anbietet, wann du reisen solltest und was sich bei der Einreise geändert hat.
Rundreise Namibia, 17 oder 21 Tage Zelt- oder Hotel & Lodge-Safari
Namibia, Namibia
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Warum Namibia?
- Selbstfahrer-Paradies: gut ausgeschilderte Pisten, Lodges und Campsites in sinnvollen Abständen.
- Safari auf eigene Faust: im Etosha-Nationalpark fährst du mit dem eigenen Auto von Wasserloch zu Wasserloch.
- Kaum Jetlag: höchstens eine Stunde Zeitverschiebung.
- Weite und Ruhe: eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde, mit dunklem Sternenhimmel.
- Trockene Reisezeit genau dann, wenn bei uns Sommer und Herbst sind.
Regionen und Route
Windhoek
Die Hauptstadt ist meist Start und Ziel. Viele verbringen hier nur eine Nacht, um den Mietwagen zu übernehmen und Vorräte einzukaufen. Gästefarmen in der Umgebung sind ein guter, ruhiger Einstieg.
Sossusvlei und Namib
In der Namib-Wüste liegen einige der höchsten Dünen der Welt. Vom Eingangstor bei Sesriem fährst du durch das Tal zum Sossusvlei und zum Dead Vlei, einer weißen Tonpfanne mit uralten abgestorbenen Bäumen. Steig früh morgens auf Düne 45 oder Big Daddy, wenn das Licht am schönsten ist. Wer im Park übernachtet, darf vor Sonnenaufgang hinein. Unterwegs lohnen der Sesriem Canyon und weiter südlich die Landschaft der NamibRand.
Swakopmund und Walvis Bay
Die Küstenstadt Swakopmund ist kühl, oft neblig und hat ein deutsch geprägtes Stadtbild mit Bäckereien und Cafés. Hier gibt es Ausflüge zu den Dünen, Quadfahren, Bootstouren in Walvis Bay zu Robben, Pelikanen und Delfinen und Touren zum Sandwich Harbour, wo Dünen direkt ins Meer abfallen.
Damaraland und Kaokoveld
Im Nordwesten wird es wild. Die Felsgravuren von Twyfelfontein gehören zum UNESCO-Welterbe, die Spitzkoppe ist ein markanter Granitberg mit traumhaften Campsites. Mit etwas Glück siehst du hier Wüstenelefanten in trockenen Flussbetten. Noch weiter nördlich liegt das abgelegene Kaokoveld, das Gebiet der Himba, nur mit Allrad und Erfahrung zu befahren.
Etosha-Nationalpark
Rund um eine riesige Salzpfanne leben Elefanten, Löwen, Giraffen, Zebras, Nashörner und unzählige Antilopen. In der Trockenzeit sammeln sich die Tiere an den Wasserlöchern, die Camps im Park haben teils beleuchtete Wasserstellen für die Nacht. Plane mindestens zwei bis drei Nächte ein.
Der Norden und Süden
Im Nordosten führt der grüne Sambesi-Streifen (früher Caprivi) zu Flüssen, Hippos und weiter zu den Victoriafällen. Im Süden lohnen der Fish River Canyon, einer der größten Canyons der Welt, und die Geisterstadt Kolmanskop bei Lüderitz.
Klassische Route für zwei bis drei Wochen: Windhoek, Kalahari, Sossusvlei, Swakopmund, Spitzkoppe, Damaraland, Etosha, Waterberg, zurück nach Windhoek. Mit mehr Zeit kommt der Süden oder der Sambesi-Streifen dazu. Fertige Touren findest du unter Rundreisen und Camping.
Welcher Urlaub passt?
| Urlaubsart | Beste Wahl |
|---|---|
| Selbstfahrer mit Lodges | klassische Runde Sossusvlei, Swakopmund, Etosha |
| Camping mit Dachzelt | Damaraland, Spitzkoppe, Etosha |
| Safari | Etosha, Sambesi-Streifen |
| Fotoreise | Dead Vlei, Kolmanskop, Spitzkoppe |
| Aktivurlaub | Swakopmund, Fish River Canyon (Mehrtageswanderung) |
| Erste Afrikareise | geführte Gruppenreise oder Selbstfahrer mit vorgebuchten Lodges |
Beste Reisezeit
| Zeitraum | Wetter | Beachten |
|---|---|---|
| Mai–Juni | trocken, tagsüber warm | nachts kalt, in der Wüste nahe 0 °C |
| Juli–September | trocken, beste Tierbeobachtung | Hochsaison, früh buchen |
| Oktober | sehr heiß, Tiere an Wasserlöchern | staubig |
| November–April | Regenzeit mit Gewittern, grüne Landschaft | Hitze, Pisten können überflutet sein |
Packe für eine Reise im Juli oder August warme Sachen ein. Am Morgen im Sossusvlei oder im Dachzelt wird es empfindlich kalt, mittags dagegen über 25 Grad.
Anreise und Praktisches
- Flugzeit: ca. 10 Stunden nonstop ab Frankfurt nach Windhoek, meist als Nachtflug.
- Einreise: Seit 2025 brauchen Deutsche für Namibia ein Visum. Es wird online vorab oder bei Ankunft erteilt und ist gebührenpflichtig. Der Reisepass muss nach der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und freie Seiten haben. Die aktuellen Bedingungen findest du beim Auswärtigen Amt.
- Geld: Namibia-Dollar, der südafrikanische Rand wird ebenfalls akzeptiert. Kreditkarten in Lodges und Supermärkten, an Tankstellen oft nur Bargeld.
- Sprache: Englisch ist Amtssprache, daneben Afrikaans, Oshivambo und andere Sprachen. Deutsch wird in vielen Unterkünften gesprochen.
- Zeitverschiebung: eine Stunde im deutschen Winter, im deutschen Sommer keine.
- Gesundheit: Im Norden, etwa am Sambesi und teilweise in Etosha, besteht vor allem in der Regenzeit ein Malariarisiko. Lass dich reisemedizinisch beraten.
- Straßenverkehr: Linksverkehr. Auf Schotter höchstens ca. 80 km/h fahren, nie in der Dunkelheit.
Tanke bei jeder Gelegenheit voll, auch wenn der Tank noch halb voll ist. Zwischen zwei Tankstellen können mehrere hundert Kilometer liegen.
Buche Mietwagen und die Camps in Etosha und Sossusvlei für die Monate Juli bis Oktober viele Monate im Voraus, Allradfahrzeuge mit Dachzelt sind dann knapp.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Deutsche ein Visum für Namibia?
Ja. Seit 2025 gilt für Deutsche eine Visumpflicht, das Visum gibt es online oder bei Ankunft am Flughafen gegen Gebühr. Die Regeln können sich ändern, prüfe sie daher kurz vor der Reise beim Auswärtigen Amt.
Ist Namibia für Selbstfahrer geeignet?
Ja, Namibia gilt als eines der besten Länder Afrikas für Selbstfahrer. Die Hauptpisten sind gut befahrbar, die Distanzen aber groß. Fahre langsam auf Schotter, nie nachts und plane Pausen ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Namibia?
Von Mai bis Oktober in der Trockenzeit. Für Tierbeobachtung in Etosha sind August bis Oktober am besten, im Juni und Juli ist es tagsüber angenehm, nachts aber kalt.
Wie viele Tage braucht man für Namibia?
Für die klassische Runde mit Sossusvlei, Swakopmund, Damaraland und Etosha solltest du mindestens zwei Wochen einplanen, besser drei. So bleiben die Fahrtage kurz genug.
Brauche ich in Namibia einen Allradwagen?
Für die Hauptroute reicht oft ein normaler Wagen mit hoher Bodenfreiheit. Ein Allradfahrzeug gibt dir aber mehr Sicherheit auf Sand und Schotter und ist für abgelegene Gebiete nötig.
Dieser Reiseführer wurde sorgfältig erstellt. Öffnungszeiten, Preise und Fahrpläne ändern sich; prüfe sie kurz vor deiner Reise. Links zu Campings.com, Vacanceselect, Djoser, FerienparkSpecials, Booking.com, Trip.com und Viator sind Affiliate-Links.



