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Frankreich

Urlaub auf Korsika: Strände, Orte, Camping und Wandern

Die Oberstadt von Bonifacio auf Korsika auf weißen Kalksteinklippen über dem Meer
Foto: Isiwal, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Flughäfen
Bastia (BIA), Ajaccio (AJA), Calvi (CLY), Figari (FSC)
Flugzeit
ca. 2 Stunden ab Deutschland
Beste Reisezeit
Juni und September zum Baden, Mai und Oktober zum Wandern

Korsika nennen die Franzosen die Insel der Schönheit, und das trifft es. Auf engem Raum findest du weiße Sandbuchten mit türkisfarbenem Wasser, rote Granitfelsen, Bergdörfer an steilen Hängen und Gipfel, auf denen bis in den Frühsommer Schnee liegt. Dazwischen duftet die Macchia, und überall triffst du auf eine stolze eigene Kultur mit eigener Sprache und Küche.

Korsika ist sehr gebirgig, die Straßen sind kurvig, und Entfernungen dauern länger, als die Karte vermuten lässt. Deshalb lohnt es sich, einen oder zwei Standorte zu wählen. Der Süden hat die bekanntesten Strände, der Westen die dramatischsten Felsküsten, der Norden die Balagne und das Cap Corse. Hier liest du, welche Ecke zu dir passt.

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Warum Korsika?

  • Traumstrände: Sandbuchten, die an die Karibik erinnern.
  • Berge direkt am Meer: Wandern und Baden am selben Tag.
  • Mit dem eigenen Auto: Fähren ab Italien und Südfrankreich bringen dich samt Wagen oder Wohnmobil auf die Insel.
  • Camping-Insel: viele Plätze in schöner Lage, oft direkt am Strand.

Regionen und Orte

Süden: Bonifacio und Porto-Vecchio

Bonifacio thront auf weißen Kalksteinklippen über dem Meer, die Altstadt reicht bis an die Abbruchkante. Von hier fahren Boote zu den Lavezzi-Inseln mit glasklarem Wasser. Porto-Vecchio ist der wichtigste Badeort im Süden. Ganz in der Nähe liegen die berühmten Strände Palombaggia und Santa Giulia. Im Hinterland ragen die Felsnadeln von Bavella auf. Der Süden passt zu allen, die vor allem Strand wollen.

Westen: Ajaccio und der Golf von Porto

Ajaccio ist die Hauptstadt und Geburtsort Napoleons, mit lebendiger Altstadt und Stränden in der Nähe. Weiter nördlich liegt der Golf von Porto, eines der eindrucksvollsten Gebiete der Insel. Die Calanche de Piana sind rote Granitfelsen in bizarren Formen, das Naturreservat Scandola ist UNESCO-Welterbe und nur per Boot erreichbar. Der Westen passt zu Naturliebhabern und Fotografen.

Nordwesten: Calvi und die Balagne

Calvi hat eine Zitadelle auf einem Felsen und einen langen Sandstrand mit Pinienwald dahinter. L'Île-Rousse liegt etwas östlich, mit roten Felsen und Stadtstrand. Im Hinterland, der Balagne, findest du Dörfer wie Pigna und Sant'Antonino mit Kunsthandwerk und Olivenhainen. Gut für Familien und Paare.

Norden: Saint-Florent und Cap Corse

Saint-Florent ist ein kleiner Hafenort mit Jachten und Restaurants. Von hier fahren Boote zu den Stränden Saleccia und Lotu in der Wüste der Agriates, die über Land nur mit Geländewagen oder zu Fuß erreichbar sind. Das Cap Corse ist eine schmale Halbinsel mit Genuesertürmen und Fischerdörfern. Bastia ist eine ursprüngliche Hafenstadt mit Charme.

Osten und Inselinneres

Die Ostküste ist flach, mit langen Sandstränden, vielen Campingplätzen und einigen FKK-Anlagen. Corte im Inselinneren war die Hauptstadt des unabhängigen Korsika und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen, etwa ins Restonica-Tal mit Bergseen.

Die schönsten Strände

  • Palombaggia und Santa Giulia bei Porto-Vecchio: weißer Sand, flaches türkisfarbenes Wasser.
  • Rondinara: muschelförmige Bucht zwischen Bonifacio und Porto-Vecchio.
  • Saleccia und Lotu: unberührt in den Agriates, am besten per Boot.
  • Calvi: langer Sandstrand vor Zitadelle und Bergen.

An den bekanntesten Stränden im Süden sind die Parkplätze im Sommer spätestens am späten Vormittag voll. Wer früh kommt, hat den Strand fast für sich.

Camping auf Korsika

Camping ist auf Korsika eine der beliebtesten Urlaubsformen. Viele Plätze liegen in Pinien- oder Eukalyptuswäldern direkt am Meer, etwa rund um Porto-Vecchio, Calvi, Saint-Florent, Porto und an der Ostküste. Für Wanderer gibt es Plätze in den Bergtälern bei Corte. Wildcampen ist verboten, auch mit dem Wohnmobil, und die Waldbrandgefahr im Sommer ist hoch. Angebote findest du unter Camping.

Wandern und Ausflüge

  • GR 20: einer der härtesten Fernwanderwege Europas, rund 180 Kilometer über die Berge. Einzelne Etappen eignen sich auch für Tagestouren.
  • Bootstour nach Scandola ab Porto oder Calvi.
  • Lavezzi-Inseln ab Bonifacio.
  • Inselbahn: Die Schmalspurbahn zwischen Ajaccio, Corte, Bastia und Calvi fährt durch spektakuläre Berglandschaft.

Welcher Urlaub passt?

UrlaubsartBeste Wahl
StrandurlaubPorto-Vecchio, Bonifacio
FamilienurlaubCalvi, Ostküste, Porto-Vecchio
CampingOstküste, Calvi, Porto
WandernCorte, Bavella, Restonica
Natur und FelsküsteGolf von Porto, Scandola
PaareBonifacio, Saint-Florent, Balagne

Beste Reisezeit

ZeitraumWetterGut für
April–Maica. 18–23 °C, Macchia blühtWandern an der Küste
Junica. 25–28 °C, Meer ca. 22 °CBaden, GR 20 ab Mitte Juni
Juli–Augustca. 28–32 °C, Meer ca. 25 °CBadeurlaub, Familien
Septemberca. 25–28 °C, warmes MeerBaden, Wandern
Oktoberca. 21–23 °CWandern, ruhig

Anreise und Praktisches

  • Flugzeit: ca. 2 Stunden nach Bastia, Ajaccio, Calvi oder Figari. Direktflüge gibt es vor allem im Sommer.
  • Fähre: ab Livorno, Genua, Savona, Nizza, Toulon oder Marseille. Die kürzeste Überfahrt ab Livorno nach Bastia dauert ca. 4 Stunden.
  • Auto: Plane auf den kurvigen Straßen für 50 Kilometer leicht eine Stunde ein.
  • Dokumente: Personalausweis genügt.
  • Geld: Euro.
  • Sprache: Französisch, dazu Korsisch.
  • Zeitverschiebung: keine.

Weitere Regionen findest du unter Urlaub in Frankreich.

Korsika auf der Karte

Häufig gestellte Fragen

Wo ist Korsika am schönsten?

Für Strände der Süden um Porto-Vecchio und Bonifacio, für Felsküste und Natur der Golf von Porto. Die Balagne um Calvi verbindet beides.

Fähre oder Flug nach Korsika?

Wer länger als eine Woche bleibt, mit Kindern oder Wohnmobil reist, fährt gern mit der Fähre ab Livorno oder Genua. Für kürzere Reisen ist der Flug mit Mietwagen bequemer.

Ist Korsika gut für Familien?

Ja. Die Strände bei Porto-Vecchio, Calvi und an der Ostküste fallen flach ab, und viele Campingplätze sind auf Familien eingestellt. Lange Autofahrten auf kurvigen Straßen sind mit kleinen Kindern allerdings anstrengend.

Wie viele Tage braucht man für Korsika?

Für eine Region reicht eine Woche. Wer den Süden, den Westen und den Norden sehen will, sollte zwei Wochen einplanen.

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