- Flughäfen
- Antananarivo (TNR), Nosy Be (NOS)
- Flugzeit
- ca. 11 bis 14 Stunden mit Umstieg, etwa in Paris, Istanbul oder Addis Abeba
- Beste Reisezeit
- April bis November, am besten September bis November
- Region
- Afrika
Ideal fürNaturAbenteuerRundreiseStrandTauchen
- Baobab-Allee bei Morondava
- Lemuren im Andasibe-Nationalpark
- Tsingy de Bemaraha
- Isalo-Nationalpark
- Insel Nosy Be
- Île Sainte-Marie
- Währung
- Ariary (MGA)
- Sprache
- Malagasy, Französisch, Englisch wenig verbreitet
- Zeitzone
- MEZ +2 Stunden (während der Sommerzeit +1)
- Einreise
- Reisepass, gebührenpflichtiges Visum online vorab oder bei Ankunft
- Steckdose
- Typ C/E, 220 V (meist kein Adapter nötig)
Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und hat sich seit Jahrmillionen getrennt vom afrikanischen Festland entwickelt. Das Ergebnis ist eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt: Ein großer Teil der Arten kommt nur hier vor. Lemuren springen durch die Regenwälder, Chamäleons in allen Größen sitzen in den Büschen, und an der Westküste stehen die berühmten Affenbrotbäume wie riesige Skulpturen in der Landschaft.
Madagaskar ist kein Ziel für einen bequemen Pauschalurlaub. Straßen sind oft in schlechtem Zustand, Strecken dauern lange, und die Infrastruktur ist einfach. Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. Wer sich darauf einlässt, erlebt aber eine der faszinierendsten Naturreisen überhaupt. Ideal sind drei Wochen mit Fahrer und Guide, kombiniert mit einigen Badetagen auf Nosy Be oder der Île Sainte-Marie. Madagaskar passt zu Naturliebhabern, Fotografen und Abenteurern.
Die wichtigsten Reiseziele
Antananarivo
Die Hauptstadt, kurz "Tana" genannt, liegt im Hochland auf rund 1300 Metern. Auf dem Hügel thront der Rova, der ehemalige Königspalast. Die meisten Reisenden bleiben nur kurz, bevor es in die Nationalparks geht. In der Nähe liegt der königliche Hügel Ambohimanga, UNESCO-Welterbe.
Andasibe-Mantadia-Nationalpark
Rund drei bis vier Stunden östlich von Tana liegt der beliebteste Regenwaldpark. Hier lebt der Indri, der größte Lemur, dessen lauter, gesangsartiger Ruf am Morgen durch den Wald schallt. Auf Nachtwanderungen siehst du Mausmakis, Chamäleons und Frösche.
Ranomafana und die RN7
Die Nationalstraße 7 führt vom Hochland in den Süden und ist die klassische Rundreiseroute. Unterwegs liegen die Handwerkerstadt Antsirabe, der Regenwald von Ranomafana mit dem Goldenen Bambuslemur und das Weinanbaugebiet um Fianarantsoa.
Isalo-Nationalpark
Der Isalo-Nationalpark im Süden beeindruckt mit Sandsteinmassiven, Schluchten und Naturpools. Hier siehst du Kattas, die bekannten Lemuren mit dem geringelten Schwanz. Die Route endet meist an der Küste bei Ifaty oder Anakao.
Morondava und die Baobab-Allee
Die Baobab-Allee bei Morondava an der Westküste ist das bekannteste Fotomotiv des Landes, besonders bei Sonnenuntergang. Weiter nördlich liegen die Tsingy de Bemaraha, ein Labyrinth aus messerscharfen Kalksteinnadeln, das du über Hängebrücken und Leitern erkundest. Die Region ist nur in der Trockenzeit gut erreichbar.
Der Norden
Rund um Diego Suarez (Antsiranana) liegen die Tsingy Rouges, der Bergregenwald der Montagne d'Ambre und die Smaragdmeer-Bucht.
Strände und Inseln
Nosy Be im Nordwesten ist das bekannteste Badeziel. Weiße Strände, Ylang-Ylang-Plantagen und Ausflüge zu kleineren Inseln wie Nosy Iranja oder Nosy Komba machen die Insel attraktiv. Zum Schnorcheln und Tauchen eignen sich die Riffe gut, mit etwas Glück siehst du Walhaie. Die Île Sainte-Marie an der Ostküste ist ruhig und ursprünglich. Von etwa Juli bis September ziehen dort Buckelwale vorbei.
Welcher Urlaub passt?
| Urlaubsart | Beste Wahl |
|---|---|
| Klassische Rundreise | RN7 von Tana bis Ifaty |
| Lemuren und Regenwald | Andasibe, Ranomafana |
| Landschaften | Isalo, Tsingy, Baobab-Allee |
| Badeurlaub | Nosy Be, Île Sainte-Marie |
| Tauchen und Wale | Nosy Be, Île Sainte-Marie |
| Abenteuer | Westküste und Tsingy de Bemaraha |
Beste Reisezeit
| Zeitraum | Klima | Bewertung |
|---|---|---|
| April–Juni | Ende der Regenzeit, grün | gut |
| Juli–August | trocken, im Hochland kühl | sehr gut |
| September–November | warm, trocken, Lemurenbabys | ideal |
| Dezember–März | Regenzeit, Zyklongefahr | nicht empfohlen |
Anreise und Praktisches
- Flugzeit: ca. 11 bis 14 Stunden mit Umstieg, zum Beispiel über Paris, Istanbul, Addis Abeba oder Nairobi.
- Einreise: Reisepass, der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Das Visum ist gebührenpflichtig und kann online vorab oder bei Ankunft beantragt werden. Ein Rückflugticket wird verlangt.
- Unterwegs: Lange Fahrten auf schlechten Straßen, Mietwagen meist nur mit Fahrer. Inlandsflüge sparen Zeit, sind aber nicht immer zuverlässig.
- Geld: Ariary. Euro in bar mitnehmen und vor Ort tauschen, Geldautomaten gibt es nur in größeren Orten.
- Gesundheit: Malaria-Prophylaxe und Impfungen mit einem Reisemediziner besprechen.
- Sprache: Französischkenntnisse sind sehr hilfreich.
Ein weiteres Inselziel im Indischen Ozean ist Mauritius, die Seychellen bieten ebenfalls Traumstrände.
Klima und Reisewetter: partials/climate
Durchschnittliche Tageshöchsttemperatur und Wassertemperatur pro Monat (Richtwerte). Angenehm warm (22–30 °C): Jan, Feb, Mär, Apr, Mai, Sep, Okt, Nov, Dez.
Luft (max.) Wasser
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für Madagaskar?
Die Trockenzeit von April bis November ist ideal. September bis November gilt als beste Zeit, weil es warm ist und viele Lemuren Junge haben.
Wie lange sollte man in Madagaskar bleiben?
Mindestens zwei, besser drei Wochen. Die Wege sind lang, und du solltest einige Badetage am Ende einplanen.
Ist Madagaskar sicher?
In touristischen Gebieten ist das Reisen mit Guide in der Regel unproblematisch. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit solltest du vermeiden und Wertsachen nicht offen zeigen. Informiere dich vor der Reise über die aktuelle Lage.
Wo sieht man in Madagaskar Lemuren?
In fast allen Nationalparks. Besonders gut sind Andasibe für Indris, Ranomafana für Bambuslemuren und Isalo oder das Anja-Reservat für Kattas.
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